Währenddessen in Würzburg II

Über die neueren Patrouillengänge berichtet die Main-Post:

… sind überzeugt, dass mit den „Soldiers of Odin“ eine neue Gruppe von Neonazis in Würzburg Fuß fassen will. Sie beschreiben die Gruppe als Abkömmling der 2015 in Finnland gegründeten „Soldiers of Odin“, einer rassistisch motivierten Bürgerwehr, die sich rasch über ganz Skandinavien verbreitet hat.

„Soldiers of Odin“ distanzieren sich von „Soldiers of Odin“

Gröbel bestätigt die Herkunft. In Würzburg aber hätten sie sich distanziert von den Skandinaviern, die seien ihnen viel zu rechts. Gefragt, warum die „Soldiers“ hierzulande Namen und Emblem der Skandinavier übernehmen, antwortete er, eine Namensänderung käme teuer. Sie, die ihre Zugehörigkeit durch Logo und Frakturschrift auf T-Shirts und Jacken zeigten, müssten neue Kleidung anschaffen.

Auf ihrer Facebook-Seite behaupten die „Soldiers“, „viele bedürftige Deutsche“ würden nicht unterstützt, weil „das Geld für ,Nichtdeutsche‘ verschwendet“ werde. Damit konfrontiert sagt Gröbel, er distanziere sich davon. Vor zwei Wochen hat er den Text auf Facebook veröffentlicht.

Vieles spricht dafür, dass die „Sons of Odin“ auch in Würzburg Teil eines rechtsradikalen und rechtsextremistischen Netzwerks sind. So verbreiten sie ein Video der vom Verfassungsschutz beobachteten „Identitären Bewegung“. Gröbel war Mitglied der rechtsextremistischen „Kameradschaft Unterfranken“. Das sei er nicht mehr, sagt er, sie sei ihm „zu rechts“. Aber er verbreitet ihre Inhalte allerdings ebenso wie die der Neonazi-Partei „Der III. Weg“. Zahlreiche Facebook-Verbindungen Göbels und der „Soldiers“ weisen tief in die neonazistische Szene hinein.

Währenddessen bietet Jürgen Gröbel in den Kommentaren an, doch bei seinen Patrouillen mitzumachen. Völlig merkbefreit, könnte man jetzt denken. Aber wie ist es ihnen denn ergangen auf ihren Streifengängen?

Am vergangenen Samstag, spät am Abend, wurde in der Kaiserstraße die Luft dünn für die „Soldiers of Odin“ (Soldaten des nordischen Kriegsgottes und Göttervaters Odin). Augenzeugen berichten von zornigen Männern, die „richtig wild“ wurden beim Anblick der „Soldiers“. Neonazis vermutend, hätten sie ihre Jacken ausgezogen und weggeschleudert, drauf und dran, dem Quartett, drei Männern und einer Frau, an den Kragen zu gehen.

Die Schutzengel der „Soldiers of Odin“ kamen von der Antifa. Die, ein gutes Dutzend meist junger Leute, hatte die „Soldiers“ verfolgt, springend, tanzend und in Sprechchören vor Nazis warnend. Jetzt stellten sie sich schützend vor die Vier und besänftigten die aufgebrachten Angreifer. Die zogen ihre Jacken wieder an und gingen ihrer Wege.

Kann man sich schon denken, dass die gerne Geleitschutz hätten.

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3 Gedanken zu “Währenddessen in Würzburg II

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