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Parteien zur Wahl

Liebe Zuschauerinnen und Zuschauer,

Sie sehen nun eine Wahlwerbesendung zur Europawahl.

Wähle Niemand!

Die Anarchistische Gruppe Dortmund ruft dazu auf, bei den Europawahlen im Mai 2019 für unsere Kandidatin Niemand zu stimmen. Was auch immer deine Anliegen oder Probleme sein mögen: Niemand vertritt deine Interessen!
Wir werden unter anderem mit Infoständen und Plakaten für Niemand Werbung machen. Außerdem betreibt unsere Kandidatin auch ihren eigenen Twitter-Account: twitter.com/realniemand.
Die Kampagne soll den bestehenden Wahlkampf der Lächerlichkeit preisgeben, oder vielmehr die bestehende Lächerlichkeit des Wahlkampfs verdeutlichen. Darüber hinaus wollen wir uns für die Perspektive des Selbstorganisation als Alternative zum Wahlspektakel stark machen. Dazu werden wir Diskussionsveranstaltungen durchführen und in Kürze unsere Broschüre Gegen die Illusion der Wahlen von 2017 neu herausgeben.
Sollten sich andere Gruppen oder einzelne Menschen an der Kampagne beteiligen wollen, können wir euch Plakate und Sticker schicken. Wenn ihr euren eigenen Gruppennamen oder eine lokale Kontaktadresse auf den Materialien haben wollt, können wir euch auch entsprechend abgeänderte Vorlagen schicken. Meldet euch einfach unter: agdo@riseup.net

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Jochen Bruhn ist gestorben.

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27. Januar Bamberg: Gedenken Porajmos

Von Alle Bleiben:

10h: Dui Rroma – Das Leben von Hugo Höllenreiner. Filmvorführung mit der Regisseurin Jovanka Gaspar und dem Komponisten Adrian Gaspar
in: Harmonie (Grüner Saal, Bamberg, Schillerplatz)

Der Sinto Hugo Höllenreiner wurde mit 9 Jahren zusammen mit seiner ganzen Familie aus München nach Auschwitz verschleppt. Von dort kam er nach Ravensbrück, Mauthausen und schließlich nach Bergen-Belsen, wo er von den Engländern befreit wurde. Hugo war eines der vielen Opfer des KZ-Arztes Mengele in Auschwitz.
Der mit dem Fernsehpreis der Erwachsenenbildung ausgezeichnete Dokumentarfilm „Dui Rroma“ erzählt die Geschichte Hugo Höllenreiners. Seine traumatischen Erfahrungen gab Höllenreiner an den Komponisten Adrian Gaspar weiter. In Rumänien geboren, lebt der junge Rom und Musiker heute in Wien. Aus den Gesprächen zwischen dem Sinto Höllenreiner und dem Rom Gaspar entstand Gaspars erstes symphonisches Werk für Orchester, Chor und Bass: die Symphonia Romani.

14h: Gedenkveranstaltung am Mahnmal für die Opfer des Naziregimes (Ort: Bamberg, Mahnmal Untere Brücke)
Diskriminierung, Verfolgung, Ermordung.
Der nationalsozialistische Genozid an den Sinti und Roma.
Es sprechen: Kenan Emini (Roma Center Göttingen)
Porajmos – der Genozid an den Sinti und Roma 1933 – 1945 und Diskriminierungen und Ausgrenzungen bis heute
Günter Pierdzig (VVN/BdA Bamberg):
Bamberger Sinti und Roma: Opfer des Nationalsozialismus
Musikalische Umrahmung: Werner Lutz (Erlangen)

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Psychopathia intellectualis

Leute wie dieser Thomas Maul sind schwer wieder loszuwerden. Wir müssten an sich ja definitiv mehr kein Wort über diesen Irren verlieren, und definitiv auch nie wieder irgendein Wort von ihm hören, um zu wissen, was wir über ihn denken. Denkt man. Und dann leitet einem jemand das da zu, und ganz oben steht:

weil es grundsätzlich nie um die Fakten selbst sondern immer ihre Deutung geht, darum, noch spärlichste Informationen gegen den Strich und zwischen den Zeilen zu lesen.

Soll heißen, dass man mittels erfahrungsgesättigter Spekulation und Intuition, geistiger Beweglichkeit, Klugheit und Mut von Anfang an hätte wissen oder mindestens ahnen und auch aussprechen können, was [wo auch immer] tatsächlich passierte.

Das ist eine Argumentation, die an Wahnsinn grenzt: „Intuition“, damit bekommt man raus, was „wirklich“ passiert ist, statt sich an blossen Tatsachen aufzuhalten. Es ist unfassbar. Man kann bei diesen Leuten nicht wegschauen. Man kann auch nicht hinschauen. Und man weiss, dass das nicht gut enden wird.

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Frankreich und Ungarn

Wir entschuldigen uns für die verlängerte Sendepause, aber uns war nichts so nach schreiben. Wenn wir uns so durchlesen, was geschrieben wird über die Dinge, die seither passieren, müssen wir zum Schluss kommen: den anderen auch nicht.

Was die französischen Proteste für die Dinge zu bedeuten haben, die uns hier interessieren, ist noch zu früh zu sagen. Ob sie Macron und seiner Idee einer liberalen Wiederbelebung der EU ein Ende setzen werden, wie man z.B. hört, ist so ausgemacht nicht.

Viel weniger hört man z.B. von den Protesten in Ungarn, wo für Freitag zu einem Generalstreik aufgerufen wird.

Es ist übrigens ganz in Ordnung, wenn die verschiednen Fraktionen der Linken die Bewegungen nicht daraufhin betrachten, was für Schlüsse aus ihnen zu ziehen sind; sondern stattdessen, ob sie von ihrem Standpunkt aus wünschenswert sind. Die verschiednen Fraktionen der Linken verhalten sich immer und überall bloss kommentierend zu allen Ereignissen, d.h. sie verhalten sich, als ob es bloss hypothetische Ereignisse wären. Die Ansichten, die dazu verbreitet werden, beanspruchen nichts, als Reklame für die jeweilige Fraktion zu sein. Es ist, wie gesagt, ganz in Ordnung, wenn das wieder einmal deutlich vorgeführt wird.

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Währenddessen in Bulgarien

Neues im Prozess gegen die Angeklagten Harmanli, Bulgarien, wo Flüchtlinge bei Protesten gegen die Überfüllung des Lagers und die inhumane Unterbringung anscheinend einen Speisesaal beschädigt hatten. 21 davon sind jetzt wegen aller nur erdenklichen staatsgefährdenden Umtriebe angeklagt, wir berichteten.

Unterstützung jeder Art für die Leute, die gegen solche Zustände in den europäischen Grenzsstaaten ankämpfen, ist immer sinnvoll. Demnächst mehr!

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Gute Ausrede des Tages

Friedrich Merz, während er zum zweiten Mal nicht Kanzler wird:

Friedrich Merz hat sich von den Forderungen eines europapolitischen Aufrufs distanziert, den er selbst erst vor zwei Wochen unterzeichnet hatte … Das Ganze sei ein Konsenspapier gewesen, daher habe er sich nicht in jedem Punkt durchsetzen können.

Man kann Vorsitzender der CDU nur werden, wenn man gegen diesen Aufruf ist. Und nur dann, wenn man für diesen Aufruf ist. Das ist nicht nur das Problem des Herrn Merz, sondern der CDU insgesamt. Das ist genau das gleiche, was Macron gemeint hat, als er sagte: Man kann nicht Merkel und Macron gleichzeitig unterstützen, Matt. 6, 24.

Man kann von der Hauptpartei der deutschen Bürgerklasse nicht sagen, dass sie das Problem nicht verstanden hätte. Man muss aber über sie sagen, dass sie aus diesem Problem besteht. Aus welchem Problem die anderen Parteien bestehen, sehen wir uns ein andermal an.